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Identifikation raum- und umweltrelevanter Kriterien

 

Bei der Identifikation und Definition von Kriterien zur Bewertung von Stromnetzen müssen technische, raumbezogen, ökologische, ökonomische und rechtliche Anforderungen berücksichtigt werden.


Die Vorgehensweise zur Erfassung und Bewertung raum- und umweltrelevanter Kriterien orientiert sich an dem gängigen Vorgehen der Wirkungsbetrachtung in der umweltorientierten Planung. Dabei werden die bei Freileitungsvorhaben vor allem potenziellen Beeinträchtigungen auf die Schutzgüter Mensch, Tiere und Pflanzen sowie das Landschaftsbild betrachtet. Auf Grundlage dieser Wirkungszusammenhänge werden sämtliche trassenrelevanten Sachverhalte in Form von Kriterien erfasst. Im Forschungsprojekt wird als Bewertungsgegenstand eine an die Schutzgutsystematik des Umweltverträglichkeitsgesetzes orientierte Struktur verwendet. Der vom Fachgebiet Ver- und Entsorgungssysteme entwickelte Kriterienbaum umfasst zur Ermittlung raum- und umweltverträglicher Trassenverläufe die Themen Siedlung und Erholung, Natur und biologische Vielfalt, Landschaft, Boden, Wasser, Kultur- und Sachgüter, technische Infrastruktur und Bündelung mit linearen Infrastrukturen.

Operationalisierung von Kriterien

 

Die Operationalisierung und Bewertung relevanter Kriterien erfolgt auf Basis gesetzlicher Grundlagen, Schutznormen sowie Umweltzielen und orientiert sich an der praxisnahen Methode der Raumwiderstandsklassifizierung.


Die erfassten Kriterien werden auf Basis der vorhabensspezifischen Wirkungen, den geltenden gesetzlichen Grundlagen, gesetzlichen Schutznormen, Umweltzielen und Umweltstandards, gutachterlich bewertenden Sachverhalten, bestehenden Fachkonventionen und dem gesellschaftlichen Stellenwert entsprechend der spezifischen Empfindlichkeiten des Raumes begründet und bewertet. Sie werden in Form von homogenen und inhomogenen Konflikträumen sowie als Abstandsfunktionen abgebildet und anschließend in ordinal skalierte Raumwiderstände übersetzt. Die Operationalisierung der Kriterien erfolgt in enger Zusammenarbeit der Fachgebiete Ver- und Entsorgungssysteme, Raumbezogene Informationsverarbeitung und Modellbildung der Fakultät Raumplanung sowie dem Planungsbüro Spiekermann & Wegener Stadt und Regionalforschung.

Geodatenakquise und -Harmonisierung

 

Für eine deutschlandweite Suche nach optimalen Trassenverläufen müssen dem Forschungsprojekt flächendeckend, aktuelle und harmonisierte amtliche Geobasis- und Geofachdaten vorliegen.


Das Finden und Bewerten optimaler Trassenverläufe setzen vielschichtige raumbezogene Datenmengen voraus. Das Fachgebiet Raumbezogene Informationsverarbeitung und Modellbildung der Fakultät Raumplanung bewerkstelligt hierbei die Aufgabe der Akquise und Nutzbarmachung bundesweiter Geobasis- und Geofachdaten. Hierzu zählen digitale Landschaft- und Geländemodelle, Umweltdaten zu verschiedenen Schutzgebieten sowie digitale Plandaten. In Kooperation mit Behörden auf europäischer, nationaler und kommunaler Ebene konnte für das Forschungsprojekt bereits eine vielschichtige Geodatenbank aufgebaut werden, dessen raumbezogene Informationen laufend aktualisiert, harmonisiert und erweitert werden.

Entwicklung eines Visualisierungswerkzeugs für Planungsalternativen

 

Die Menge der pareto-optimalen kürzesten Wege ist zumeist zu groß um manuell erfasst zu werden. Daher wird ein Werkzeug zur Unterstützung bei der Findung von Trassenalternativen bereitgestellt.

Die durch eine multikriterielle Suche kürzester Wege identifizierten pareto-optimalen Wege werden mithilfe eines durch das Forschungsprojekt entwickelten Visualisierungssystems gefiltert. Durch die Festlegung maximaler Querungslängen bzgl. ausgewählter, der Optimierung zugrundeliegender, Kriterien können der Lösungsraum schrittweise verkleinert und so themenspezifische Trassenalternativen identifiziert werden.

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Inhaltsvererbung mit TYPO3

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